Drittes EM-Gold für Juliane Döll

Die Deutsche Juliane Doll hat am Dienstag bei der Offenen Europameisterschaft in Ridnaun das 15-km-Einzelrennen gewonnen. Die 24-Jährige aus Floh-Seligenthal in Thüringen wurde vor rund 800 Zuschauern bei immer stärker werdenden Schneefall ihrer Favoritenrolle gerecht und setzte sich vor Olena Pidhrushna aus der Ukraine und der Russin Ekaterina Glazyrina durch. Bei den Juniorinnen holte sich Olga Galich den Titel.

 

Nach den Erfolgen bei der Europameisterschaft 2009 in Ufa im Einzelbewerb und 2010 in Otepää in der Staffel, gewann Juliane Döll in Ridnaun ihre dritte EM-Goldmedaille. Die 24-Jährige nutzte ihre niedere Startnummer 8, ließ am Schießstand nur eine der insgesamt 20 Scheiben stehen und gewann in 50:45.1 Minuten, mit 16,7 Sekunden Vorsprung auf Pidhrushna und über einer Minute auf Glazyrina. Döll scheint Südtirol besonders zu liegen, schon bei der Junioren-WM 2007 in Martell holte sie Gold in der Staffel und Bronze im Einzelbewerb. Im Weltcup sind hingegen ihr besten Ergebnisse ein 12. Platz in der vergangenen Saison im Einzelrennen in Östersund, und ein 13. Rang, immer im Einzelbewerb, in Antholz. Heuer war sie 17. in Ruhpolding.

 

Silber ging an Olena Pidhrushna, ebenfalls 24 Jahre jung, die zwar am Schießstand fehlerfrei blieb, aber auf der Strecke zu viel Zeit auf Juliane Döll verlor. Die Ukrainerin war heuer im Weltcup schon zweimal Elfte, ihr bestes Ergebnis erzielte sie jedoch vor einem Jahr in Östersund mit Rang 7. Außerdem wurde sie mit der Staffel Sechste bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver.

 

Ekaterina Glazyrina (+1:06.4) gewann zum zweiten Mal bei einer EM Bronze. Die 23-Jährige stand schon im Otepää in der Staffel auf dem Podest. Platz vier ging an ihre Mannschaftskollegin Ekaterina Yurlova, Fünfte wurde die Deutsche Nadine Horchler. Beste Italienerin im Rennen, die Südtirolerin Karin Oberhofer. Die 25-Jährige aus Feldthurns ließ vier Scheiben stehen und belegte mit über fünf Minuten Rückstand den 10. Rang.

 

Bei den Juniorinnen über 12,5 km war Olga Galich eine Klasse für sich. Die 19-jährige Russin schoss einmal daneben und gewann in 45:13.0 Minuten mit einem Riesenvorsprung von 1.47 Minuten auf die Französin Enora Latuilliere. Für Galich war es das erste EM-Gold, nach drei ersten Plätzen bei den Junioren-Weltmeisterschaften. Heuer bei der Junioren-WM in Nove Mesto siegte sie in der Staffel, im Vorjahr im Einzelbewerb und 2009 im Sprintrennen. Grund zum Feiern gab es auch für die italienische Nationalmannschaft. Giulia Collavo aus dem Aostatal holte Bronze und somit die erste Medaille für die Gastgeber. Die Grödnerin Alexia Runggaldier belegte hingegen den 5. Platz, während sich Lokalmatadorin Federica Sanfilippo mit dem 28. Rang begnügen musste.

 

Die Preisverleihung des heutigen Rennens findet um 20 Uhr in Sterzing statt. Während der „langen Nacht des Biathlons“ werden alle Geschäfte der Altstadt offen sein.

 

Morgen ist in Ridnaun der erste Ruhetag vorgesehen. Auf dem Programm stehen nur Trainingseinheiten, während die Wettkämpfe wieder am Donnerstag mit den Staffelbewerben der Männer (10 Uhr) und der Frauen (12.30 Uhr) fortgesetzt werden.

 

 

Ergebnisse Offene Europameisterschaft Biathlon - Ridnaun (22. Februar 2011)

Oberhofer_Karin_OEM_Ridnaun_Einzel_Frauen_22_02_2011-small15-km-Einzelwettkampf Damen

1. Juliane Döll (GER) 50.45,1 (1 Schiessfehler

2. Olena Pidhrushna (UKR) +16,7 (0)

3. Ekaterina Glazyrina (RUS) +1.06,4 (1)

4. Ekaterina Yurlova (RUS) +1.11,5 (2)

5. Nadine Hörchler (GER) +2.23,4 (1)

6. Marine Bolliet (FRA) +2.42,3 (3)

7. Franziska Hildebrand (GER) +4.07,9 (2)

8. Gabriela Soukalova (CZE) +4.18,8 (3)

9. Susann König (GER) +4.47,0 (2)

10. Karin Oberhofer (Feldthurns/ITA) +5.16,3 (4)

28. Roberta Fiandino (ITA) +8.22,6 (7)

33. Michela Andreola (ITA) ++10.09,1 (7)

Bild: Oberhofer Karin

Ergebnisliste Frauen Einzel ansehen (PDF)

 

Runggaldier_Alexia_OEM_Ridnaun_Einzel_Juniorinnen_22_02_2011-small12,5-km-Einzelwettkampf Damen Junioren

1. Olga Galich (RUS) 45.13,0 (1 Schiessfehler)

2..Enora Latuilliere (FRA) +1.47,4 (2)

3. Giulia Collavo (ITA) +3.20,4 (0)

4. Iryna Varvynets (UKR) +3.31,0 (4)

5. Alexia Runggaldier (St. Christina/ITA) +3.36,7 (3)

6. Monika Hojnisz (POL) +3.42,9 (4)

7. Irena Cadurisch (SVI) +3.49,2 (2)

8. Darya Nesterchik (BLR) +3.50,9 (3)

9. Iryna Kryuko (BLR) +3.55,4 (3)

10. Florie Vigneron (FRA) +4.19,7 (3)

12. Nicole Gontier (ITA) +5.12,8 (4)

29. Federica Sanfilippo (Ridnaun/ITA) +8,25.0 (8)

 

Ergebnisliste Frauen Einzel Juniorinnen ansehen (PDF)

Bild: Runggaldier Alexia

Die Stimmen zum Rennen

 

Juliane Döll, Siegerin im Einzelrennen über 15 Kilometer

“Zum Glück hatte ich eine niedrige Startnummer, das war sicher ein Vorteil, weil es zunächst weniger stark geschneit hat. Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden, der Sieg bei der EM kam ein wenig überraschend. Ein Fehler beim Schießen ist ok, ich glaube, ich kann auch hier mit meiner Leistung am Schießstand zufrieden sein.“

 

Olena Pidhrushna, Gewinnerin der Silbermedaille

“Ich bin überaus glücklich mit der Silbermedaille, denn ich hatte in den letzten Tagen eine starke Bronchitis. Es war ein schwieriges Rennen, denn der Schneefall hat die Loipe langsam gemacht. Besonders auf die Schießleistung bin ich stolz, denn am Schießstand habe ich keinen Fehler gemacht. Unterm Strich bin ich sehr zufrieden.“

 

Ekaterina Glazyrina, Gewinnerin der Bronzemedaille

“Wenn ich gestartet bin hat es stärker angefangen zu schneien und das hat unsere Aufgabe sicherlich nicht einfacher gemacht. Trotzdem habe ich das Rennen sehr genossen und es hat Spaß gemacht. Mit meiner persönlichen Leistung bin ich zufrieden, die Bronzemedaille macht mich sehr glücklich.“

 

Olga Galich, Siegerin im Einzelrennen über 12,5 km - Juniorinnen

“Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Bei uns waren die Bedingungen für alle Athletinnen gleich schwierig, deshalb hatte niemand einen Vorteil. Dieser Sieg bestätigt meine gute Form, die ich schon in Nove Mesto gezeigt habe. Dort wurde ich im Einzel Zweite und gewann mit der Staffel Gold. Trotzdem war es heute leichter zu gewinnen, weil einige starke Konkurrentinnen gefehlt haben.“

 

 

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