Deutschland sichert sich erneut Staffel-Gold

Kiel_Robin_Graf_Florian_Doll_Benedikt_Lesser-smallDie deutsche Männerstaffel hat sich zum zweiten Mal in Folge den Europameistertitel gesichert. Nach der Goldmedaille im vergangenen Jahr in Otepää gewannen die DSV-Athleten auch bei der Europameisterschaft in Ridnaun. Die Plätze zwei und drei gingen an die Mannschaften aus Russland und Weißrussland.

 

In einem Herzschlagfinale zog Schlussläufer Erik Lesser am Russen Victor Vasilyev vorbei und sicherte somit dem deutschen Team nach einer Stunde, 21 Minuten und 38 Sekunden Laufzeit die Goldmedaille. Beim letzten Schießen zeigte Vasilyev Nerven und ließ sich die Führungsposition von Lesser abnehmen. Dieser behauptete seinen knappen Vorsprung bis über die Ziellinie. Zuvor hatte Deutschland mit dem jungen Benedikt Doll reichlich Zeit verloren und war vor dem zweiten Wechsel sogar auf den elften Rang abgerutscht. Anschließend starteten Florian Graf (Tagesbestzeit) und Lesser eine furiose Aufholjagd und nahmen der russischen Staffel mehr als zwei Minuten ab. Deutschland sicherte sich somit nicht nur den zweiten EM-Titel in Folge, sondern wiederholte gleichzeitig auch seinen Triumph bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Nove Mesto. Auch damals stand Doll bereits im schwarz-rot-goldenen Siegerteam.

 

Sichtlich niedergeschlagen waren hingegen die russischen Läufer nach der Zielankunft von Vasilyev. Nach dem sie über weite Strecken des Rennens unangefochten in Führung lagen, hatten sie bereits mit der Goldmedaille geliebäugelt. Sofort wurden bei den Russen die Erinnerungen an Otepää wach. Auch bei der EM vor einem Jahr hatten sie lange in Führung gelegen, wurden am Ende aber noch von der deutschen Mannschaft abgefangen. Schlussläufer Vasilyev war bereits damals als letzter in die Loipe gegangen. Den dritten Stockerlplatz sicherten sich die Biathleten aus Weißrussland, die lange Zeit mit der russischen Staffel das Feld angeführt hatten.

 

Am Podium vorbeigeschrammt ist hingegen Österreich, nachdem der bärenstarke Schlussläufer Dominik Landertinger unzählige Plätze gutmachen und unter anderem auch die Teams aus Norwegen, Frankreich und Italien hinter sich lassen konnte.

 

Dabei hatten sich die “Azzurri” nach der guten Leistung von Dominik Windisch berechtigte Hoffnungen auf ein absolutes Spitzenergebnis gemacht. Der Biathlet aus Rasen ging nach Startläufer Daniel Taschler auf die Strecke und führte die italienische Staffel von Platz zehn auf den dritten Zwischenrang. Allerdings konnten Rudy Zini und Pietro Dutto anschließend das Tempo der Konkurrenten nicht mitgehen und fielen auf den siebten Platz zurück.

 

Theiner_Richard_Widmann_Hans_Morzenti_Giovanni-smallVor dem dritten Wettkampftag fand am Mittwochabend der „Biathlon Dinner“ in Sterzing statt. Dabei stattete auch der Präsident des italienischen Wintersportverbands FISI, Giovanni Morzenti, den Veranstaltern einen Besuch ab. Der Festakt wurde musikalisch umrahmt und diente den Organisationskomitee als Gelegenheit, um mit sich Repräsentanten aus Sport und Politik über den Biathlon-Sport und die Ausrichtung der Europameisterschaft in Ridnaun zu unterhalten.

 

 

 

 

 

Bild: Theiner Richard, Widmann Hans, Morzenti Giovanni

 

 

Biathlon-EM in Ridnaun - Das Ergebnis der Männerstaffel (4x7,5 km):

1. Deutschland 1:25:39.7 (3 Strafrunden+11 Fehlschüsse)

Robin Kiel, Benedikt Doll, Florian Graf, Erik Lesser

2. Russland +6.7 (1+7)

Nikolay Yakushov, Viacheslav Akimov, Timofey Lapshin, Victor Vasilyev

3. Weißrussland +1:44.1

Vladimir Alenishko, Vladimir Chepelin, Maksim Yeliseyeu, Yuryi Liadov

4. Österreich +2:07.7 (5+16)

Michael Reiter, Tobias Eberhard, Julian Eberhard, Dominik Landertinger

5. Norwegen +2:20.6 (1+13)

Jan Olav Gjermundshaug, Martin Eng, Henrik L’Abee-Lund, Lars Helge Birkeland

6. Frankreich +2:46.3 (3+8)

Jean Guillaume Beatrix, Ludwig Ehrhart, Florent Claude, Remi Borgeot

7. Italien +2:52.4 (1+13)

Daniel Taschler (Antholz), Dominik Windisch (Rasen), Rudy Zini, Pietro Dutto

8. Ukraine +4:13.5 (0+8)

Mykhaylo Serdyuk, Anton Yunak, Vitaliy Kilchytskyy, Artem Pryma

9. Slowenien +4:51.2 (0+11)

Peter Dokl, Simon Kocevar, Vid Voncina, Anze Povirk

10. Kanada +4:54.9 (1+12)

Patrick Cote, Nathan Smith, Joel Pacas, Tyson Smith

 

Ergebnisliste Männer Staffel ansehen (PDF)

 

Lesser_Erik_Vasilyev_Victor_EM_Ridnaun_24_2_2011-smallBild: Lesser Erik, Vasilyev Victor

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Stimmen zum Rennen

Erik Lesser, Schlussläufer Deutschland: „Ich wusste das ich läuferisch gut drauf bin. In der letzten Runde habe ich dann alles gegeben und gleichzeitig versucht Kraftreserven für die letzten Meter zu sparen. Auf der Zielgeraden habe ich mir gedacht, als Team haben wir uns Gold verdient und so habe ich nochmal richtig auf die Zähne gebissen. Natürlich bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden, doch auch meine Teamkollegen haben alles gegeben und die Schießfehler auf der Loipe wett gemacht.“

 

Robin Kiel, Startläufer Deutschland: „Das war mein erster großer internationaler Wettkampf, deshalb bin ich überglücklich auf Anhieb eine Medaille gewonnen zu haben. Für mich war es eine große Ehre als Startläufer in die Loipe zu gehen.“

 

Florian Graf, 3. Läufer Deutschland: „Läuferisch habe ich mich sehr gut gefühlt. Lediglich beim Schießen bin ich im Moment ziemlich unsicher. Ich wusste allerdings, dass heute eine Medaille drin ist und habe deshalb das Letzte aus mir herausgeholt.“

 

Victor Vasilyev, Schlussläufer Russland: „Ich habe meine Gegnern heute leider ein Geschenk gemacht. Das letzte Schießen ging völlig daneben und so habe ich es der deutschen Staffel ermöglicht, an uns vorbeizuziehen. Ich habe meinen Job heute leider nicht gut ausgeführt. Dabei ist mir dieses Missgeschick bereits in Vergangenheit mehrmals unterlaufen. Doch irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, wo wie vor dem deutschen Team die Ziellinie passieren werden.“

 

Yuryi Liadov, Schlussläufer Weißrussland: „Ich wusste, dass ich alles geben muss um mit den starken Konkurrenten aus Deutschland und Russland mitzuhalten. Leider ist mir das nicht ganz gelungen, doch die Bronzemedaille ist ein großer Erfolg für unser Land.“

 

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