Biahtlon-EM: „Azzurre“ holen Silber

Am Mittwochnachmittag gab es für die heimischen Wintersportfans bei der Biathlon-Europameisterschaft in Ridnaun erstmals Grund zum jubeln: Die italienische Frauenstaffel um Dorothea Wierer, Roberta Fiandino, Michela Andreola und Karin Oberhofer hat sich die Bronzemedaille gesichert. Der Sieg ging an die bärenstarken Ukrainerinnen.

 

Am Europameistertitel der Ukraine gab es nichts zu rütteln. Die Osteuropäerinnen feierten nämlich einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg und ließen den Konkurrentinnen mit einer Zeit von 1:16.25 Stunden nicht den Hauch einer Chance. Bereits in den vergangenen beiden Jahren ließen die Ukrainerinnen Olena Pidhrushna, Valj Semerenko und dessen Zwillingsschwester Vita bei den Europameisterschaften in Ufa (2009) und Otepää (2010) mit einer Gold- und einer Silbermedaille aufhorchen. Juliya Dzhyma komplettierte in Ridnaun das Gold-Quartett.

 

Hinter der starken ukrainischen Schlussläuferin Valj Semerenko kam Karin Oberhofer ins Ziel. Die Feldthurnerin brachte die Silbermedaille des italienischen Teams unter Dach und Fach. Als Startläuferin hatte die mehrfache Junioren-Weltmeisterin Dorothea Wierer die „Azzurre“ mit einer tollen Zeit auf Medaillenkurs gebracht. Nach ihr gingen Roberta Fiandino und Michela Andreola. Auch sie konnten vollauf überzeugen und übergaben in zweiter Position an Oberhofer, die schließlich die frischgebackene deutsche Europameisterin im Einzelrennen Juliane Döll auf Distanz hielt.

 

Die deutsche Staffel musste sich mit dem dritten Rang zufrieden geben. Auch für das DSV-Team ist dies die dritte EM-Medaille in Serie, nachdem sie sich in den vergangenen beiden Jahren die Gold- und Bronzemedaille sicherten.

 

Knapp am Podium vorbeigeschrammt sind hingegen Russland und Österreich. Sie mussten mit den Plätzen vier und fünf Vorlieb nehmen.

 

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Bild: Semerenko Valj, Pidrhrushna Olena, Semerenko Vita, Dzhyma Juliya

Bild: Oberhofer Karin, Andreola Michela

Bild: Oberhofer Karin

 

Biathlon-EM in Ridnaun - Ergebnis Staffel Frauen (4x6 km):

 

1. Ukraine 1:19:52.0 (0 Strafrunden+5 Fehlschüsse)

Olena Pidhrushna, Vita Semerenko, Juliya Dzhyma, Valj Semerenko

2. Italien +52.2 (0+7)

Dorothea Wierer (Rasen), Roberta Fiandino, Michela Andreola, Karin Oberhofer (Feldthurns)

3. Deutschland +1:01.7 (0+9)

Franziska Hildebrand, Susann König, Nadine Horchler, Juliane Döll

4. Russland +2:35.1 (1+15)

Anna Kunaeva, Evgeniya Sedova, Ekaterina Shumilova, Ekaterina Glazyrina

5. Österreich +2:46.1 (1+14)

Iris Waldhuber, Ramona Düringer, Katharina Innerhofer, Romana Schrempf

6. Weißrussland +2:57.0 (0+11)

Iryna Babetskaya, Darya Yurkevich, Ala Talkach, Nastassia Dubarezava

7. Frankreich +4:36.7 (2+10)

Jacquemine Baud, Marine Bolliet, Marine Dusser, Claire Breton

8. Tschechien +6:01.8 (1+13)

Gabriela Soukalova, Veronika Zvaricova, Lea Johanidesova, Barbora Tomesova

9. Norwegen +6:18.9 (1+16)

Tiril Eckhoff, Ane Skrove Nossum, Birgitte Roeksund, Bente Landheim

10. Canada +8:38.8 (1+13)

Rosanna Crawford, Melanie Schultz, Claude Godbout, Emma Lodge

 

Ergebnisliste Frauen Staffel ansehen (PDF)

 

Stimmen zum Rennen:

 

Vita Semerenko (UKR): „Ich habe nicht geglaubt, dass wir die Goldmedaille gewinnen können. Während des Rennens ist aber alles nach Plan gelaufen. Ich wollte mich mit diesem Rennen nicht nur auf die Weltmeisterschaft vorbereiten, sondern gleichzeitig ein tolles Resultat für unser Land holen. Dies ist uns zum Glück gelungen.“

 

Dorothea Wierer (Rasen/ITA): „Während des Rennens hat bei mir die Kraft nachgelassen. Das lag daran, dass ich zuletzt länger krank war. Doch ich habe alles aus mir herausgeholt und meinen Lauf mit letzter Kraft zu Ende gebracht. Ich war sehr nervös, als Karin auf die Strecke gegangen ist. Doch sie hat die Herausforderung sehr gut gemeistert und uns die Silbermedaille gesichert.“

 

Franziska Hildebrand (GER): „Es war sehr spannend bis zum Schluss. Wir haben im Ziel mitgefiebert und gehofft, dass wir die Italienerinnen noch abfangen können. Am Ende hat dann doch etwas gefehlt. Mit der Bronzemedaille können wir sehr zufrieden sein.“

 

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