Europameisterschaft in Ridnaun endet mit Südtiroler Sieg

Der letzte Titel bei der Biathlon-Europameisterschaft in Ridnaun bleibt in Südtirol. Die 20-jährige Dorothea Wierer aus Niederrasen sorgte in der 10-km-Verfolgung der Juniorinnen für den ersten Südtiroler Sieg bei diesen Titelkämpfen. Vor drei Wochen hatte Wierer bereits drei Goldmedaillen bei der Junioren-WM in Nove Mesto gewonnen. Zuvor hatte sich die Deutsche Juliane Döll ihren dritten EM-Titel geholt

 

Besser hätte die Europameisterschaft in Ridnaun nicht enden können. Publikumsliebling Dorothea Wierer gewann nach Silber im Sprint und in der Senioren-Staffel auch noch Gold in der Verfolgung. Wierer ging nur drei Sekunden nach Aleksandra Alkina ins Rennen, holte ihre Gegnerin aber gleich ein und blieb, trotz drei Fehlschüssen, bis ins Ziel in Führung. Auf den Plätzen zwei bis vier folgten die Russinen Olga Galich (+48.4), Svetlana Perminova (+1:14.3) und Alikina (+1.14,9). Die Grödnerin Alexia Runggaldier, gestern Fünfte, verlor sechs Plätze und musste sich mit Rang 11 begnügen, während Nicole Gontier und Giulia Collavo das Rennen nicht beendet haben.

 

 

Dritte Goldmedaille für Juliane Döll

Der Super-Star dieser EM war aber Juliane Döll. Heute gewann sie in Ridnaun ihren dritten EM-Titel. Nach Gold im Einzelrennen und im Sprint setzte sich die 24-Jährige aus Thüringen auch die Verfolgung durch. Silber ging an die Französin Marine Bolliet, Bronze an ihre Teamkollegin Nadine Horchler.

 

Juliane Döll scheint sich in Ridnaun besonders wohl zu fühlen. Viermal ging sie bei dieser EM an den Start, viermal stieg sie aufs Podest, denn auch in der Staffel gewann sie Bronze. Heute feierte Döll einen unangefochtenen Start-Ziel-Sieg. Sie hinterlegte die 10 km in 35.54,1 Minuten. Am Schießstand ließ sie zwei Scheiben stehen. Im Ziel wies Döll einen Vorsprung von 40,8 Sekunden auf Marine Bolliet auf. De Französin blieb zwar beim Schießen fehlerlos, war aber in der Loipe fast eine Minute langsamer als die Deutsche. Nadine Horchler und Franziska Hilldebrand krönten den Erfolg der deutschen Biathletinnen mit dem 3. und 4. Platz. Beide machten heute zehn Plätze gut. Für Horchler war es die zweite Bronzemedaille in Ridnaun. Auch in der Staffel belegt sie den dritten Platz.

 

Beste “Azzurra” war Karin Oberhofer, die jedoch nicht ihren besten Tag erwischte und vom vierten auf den 11. Platz zurückfiel. Die 25-Jährige aus Feldthurns ging 36 Sekunden nach Döll ins Rennen, schoss aber viermal daneben und kam mit 2.38,5 Minuten Rückstand auf die Siegerin ins Ziel. Roberta Fiandino beendete das Rennen an 17. Stelle, Michela Andreola wurde 22.

 

Erfolgreichste Nation bei dieser EM war Russland mit sieben Gold, vier Silber- und vier Bronzemedaillen. Die Russen holten sich 15 der insgesamt 45 vergebenen Medaillen. Platz zwei im Medaillenspiegel nimmt Deutschland mit vier Gold-, zwei Silber und zwei Bronzemedaillen ein. Gastgeber Italien belegte hinter Frankreich mit fünf gewonnen Medaillen den vierten Rang.

 

Bei der Abschlussfeier zollte die Internationale Biathlon Union IBU den Veranstaltern großes Lob. Als Anerkennung für die sehr gute Organisation bekam OK-Präsident Hans Widmann eine Trophäe überreicht.

 

Offene Europameisterschaft Ridnaun - Verfolgung, 27. Februar 2011

 

10-km-Verfolgung Damen

1. Juliane Döll (GER) 34:54.1 (2 Fehlschüsse)

2. Marine Bolliet (FRA) +40,8 (0)

3. Nadine Horchler (GER) +1.13,3 (1)

4. Franziska Hildebrand (GER) +1.23,1 (1)

5. Ekaterina Glazyrina (RUS) +1.26,9 (4)

6. Jacquemine Baud (FRA) +1.42,7 (1)

7. Gabriela Soukalova (CZE) +1.47,7 (5)

8. Carolin Hennecke (GER) +2.06,2 (3)

9. Ekaterina Shumilova (RUS) +2.08,8 (1)

10. Evgeniya Sedova (RUS) +2.32,6 (4)

11. Karin Oberhofer (Feldthurns/ITA) +2.38,5 (4)

17. Roberta Fiandino (ITA) +3.25,0 (3)

21. Michela Andreola (ITA) +4.45,4 (4)

 

Ergebnisse 10 km Verfolgung Damen ansehen (PDF)

 

Verfolgung Juniorinnen

1. Dorothea Wierer (Rasen/ITA) 35.24,5 (3)

2. Olga Galich (RUS) +48,4 (2)

3. Svetlana Perminova (RUS) +1.14,3 (3)

4. Aleksandra Alkina (RUS) +1.14,9 (6)

5. Florie Vigneron (FRA) +2.05,2 (3)

6. Tirill Eckhoff (NOR) +2.21,7 (3)

7. Tatyana Trachuk (UKR) +2.23,1 (2)

8. Irina Kryuko (BLR) +2.32,4 (2)

9. Enora Latulliere (FRA) +2.45,2 (5)

10. Tatiana Semenova (RUS) +2.46,9 (4)

11. Alexia Runggaldier (St. Christina/ITA) +2.48,2 (3

nicht angekommen: Nicole Gontier und Giulia Collavo (ITA)

 

Ergebnisse Verfolgung Juniorinnen ansehen (PDF)

 

Die Stimmen zum Rennen

Juliane Döll, Siegerin: „Ich war heute viel ruhiger als gestern im Sprintrennen. Als erste zu starten war natürlich optimal und ich bin sehr zufrieden, dass ich den Patz an der Spitze verteidigen konnte. Ich wusste, dass ich alles geben musste, um noch einmal eine Goldmedaille zu gewinnen, denn meine Konkurrentinnen sind ja auch alle sehr stark gelaufen. Vor der EM hätte ich nicht einmal zu träumen gewagt, dass ich hier drei Mal Gold in den Einzelrennen und einmal Bronze mit der Staffel gewinnen könnte. Es macht mich sehr glücklich und nun werde ich diese Erfolge genießen.“

 

Nadine Horchler, Dritte: „Diese Medaille ist mit sehr vielen Emotionen verbunden. Ich nehme zum ersten Mal an einer Europameisterschaft teil, im letzten Jahr war ich nicht einmal im Kader, und jetzt kehre ich mit zwei Bronzemedaillen nach Hause zurück (Horchler gewann auch Bronze mit der Staffel). Heute habe ich sowohl am Laufstand als auch in der Loipe eine gute Leistung gezeigt, deshalb bin ich sehr zufrieden.“

 

Dorothea Wierer, Siegerin Juniorinnen: „Die Ausgangssituation als zweite zu starten war nicht leicht, aber ich habe eine gute Leistung gezeigt. Das Schießen war mit drei Fehlern in Ordnung. Läuferisch habe ich wieder eine ganz starke Leistung abrufen können, obwohl ich nach dem Sprintrennen schon ein wenig müde war. Bei der WM in Russland habe ich mir keine großen Ziele gesteckt. Ich werde mein Bestes geben und dann wird man sehen, was unterm Strich herauskommt.“

 

 

Medaillenspiegel EM Ridnaun

LandGoldSilberBronze
1. Russland 7 4 4
2. Deutschland 4 2 2
3. Ukraine 2 1 -
4. Italien 1 2 2
5. Österreich 1 - -
6. Frankreich - 4 2
7. Tschechien - 1 2
8. Bulgarien - 1 1
9. Weißrussland - - 2

 

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Bild: Marine Bolliet, Juliane Döll, Nadine Horchler

Bild: Olga Galich, Dorothea Wierer, Svetlana Perminova

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Bild: Karin Oberhofer

Bild: Dorothea Wierer

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